Traditionen und Bräuche des Heiratsantrages

Die Tradition des Heiratsantrages

Der erste Schritt für das schönste Ereignis in deinem Leben beginnt mit einem Heiratsantrag.

In der Geschichte der Hochzeiten ist der Heiratsantrag schon seit vielen Jahren bekannt. In Deutschland gab es früher einen festen Beruf als Brautwerber. Diese Person machte ihren Antrag in feierlicher Sprache und wurde auch feierlich empfangen. In jedem Ort gab es zu diesem Anlass festliche Gerichte, die ihre eigene Sprache hatten. Wenn zum Beispiel in Westfalen der Brautwerber mit einem dick bestrichenen Butterbrot empfangen wurde, bedeutete das, dass er eine Absage erhalten würde. In Baden in Tirol lautete die Antwort „Ja“, wenn dem Brautwerber gebackene Strauben (ein Gebäckstück) angeboten wurden.

Traditionen und Bräuche der Verlobung

In der adligen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts wurde das Mädchen nicht einmal gefragt, ob es heiraten wollte. Es lebte mit Gleichaltrigen streng bewacht in einem Kloster. Die Ehe wurde mit dem zukünftigen Ehemann und der Mutter des Mädchens arrangiert. Nach der Unterzeichnung des Vertrags blieb das Mädchen 5-6 Tage im Kloster. Während dieser Zeit kam der zukünftige Ehemann jeden Tag für etwa eine Stunde in einen Beratungsraum und hatte die Möglichkeit, seine zukünftige Frau kennenzulernen.

Traditionen und Bräuche der Verlobung

Aus der barbarischen Zeit kennen wir einen Frauenraub. Es ist der Raub der Sabinerinnen aus den alten Sagen. Die Gründer Roms beschafften sich ihre Frauen ohne Gesetz. Ein Brautraub hingegen setzte das Einverständnis des Mädchens und des Mannes voraus. Ein kluges Mädchen ließ sich nur ausrauben, wenn es zu einem glücklichen Ende führte.

Zu dieser Zeit waren Ehen auf Probe vor der Ehe üblich. In jüdischen Häusern war es am strengsten. Die Schwiegermutter prüfte die Braut und der Vater der Braut prüfte den Bräutigam. Die Schwiegermutter ließ sich die Handarbeiten der Braut zeigen und beurteilte die Geschicklichkeit des Mädchens. Die Braut musste auch verschiedene Fragen zum Kochen und zu Rezepten beantworten.

Wie der Heiratsantrag in späteren Zeiten gemacht wurde, bis ins 20.

Jahrhundert, war es üblich, dass der Bräutigam zum Haus der Braut kam und beim Vater der Braut um die Hand seiner Tochter anhielt. Das geschah meist am Sonntag nach der Kirche. Der junge Mann erschien in einem dunklen Anzug im Haus seiner zukünftigen Frau.

Eheringe mit Edelsteinen in Ihrer Lieblingsfarbe

Er musste verschiedene Fragen des Brautvaters beantworten. Das konnten zum Beispiel die folgenden Fragen sein: „Aus welcher Familie kommt er?“, „Ob er einen Beruf hat und auch eine Arbeit hat?“, „Ob er Eigentum hat?“, „Wo wollen die jungen Leute nach der Hochzeit leben?“ usw. Wenn der junge Mann plötzlich die Frage hörte: „Und was sagt meine Tochter dazu?“ – hieß es, dass er mit der Entscheidung seiner Tochter einverstanden sei. Am selben Tag wurde auch die Art der Verlobung besprochen.

Wie wird der Heiratsantrag heute gemacht?

Der traditionelle Heiratsantrag ist heute völlig aus der Mode gekommen.
Es ist nicht mehr angemessen, dass der Mann vor seiner Geliebten auf die Knie geht. Auch die Schwiegereltern werden heute nicht mehr um die Hand ihrer Tochter gebeten. Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man einen Heiratsantrag machen kann. Man kann den Heiratswunsch persönlich überbringen, ihn in einen Brief verpacken, ihn am Telefon aussprechen, ihn per Fax oder per SMS verschicken.

Der klassische Weg ist, die Frage „Willst du mich heiraten?“ bei einem schönen, romantischen Abendessen in einem guten Restaurant zu stellen. Die Romantiker lassen sich etwas Besonderes einfallen. Du kannst deinen Heiratsantrag zum Beispiel auf einer Plakatwand platzieren. Oder man lässt einen Heißluftballon mit den Worten „Linda, heirate mich!“ in den Himmel steigen. Du kannst deiner Angebeteten auch einen öffentlichen Antrag in einer lokalen Zeitung machen.

Wie wird der Heiratsantrag heute gemacht

Wenn die Braut gerne Geschenke bekommt, könntest du ein Überraschungspaket vorbeibringen.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du den Heiratsantrag vorbereiten kannst. Du kannst zum Beispiel einen großen Karton mit Papierschnipseln füllen und eine Schachtel mit dem Verlobungsring dazwischen legen. In dem Paket könnten Rosen, Pralinen, Parfüm und der Verlobungsring versteckt sein. Oder du legst einen schönen Ziegelstein in das Paket, auf dem die Frage steht: „Ist dies der Grundstein für unsere Ehe? Willst du mich heiraten?“ Du kannst dir auch viele andere Variationen einfallen lassen!

Obwohl der Bräutigam heutzutage nicht mehr den Vater der Braut um die Hand seiner Tochter bitten muss, ist das kein Grund, die Eltern der beiden zu übergehen. Ihr müsst die Eltern gemeinsam informieren. Wenn ihr schon lange zusammen seid, gibt es keine große Überraschung für die Eltern. Du informierst die Eltern von beiden Seiten: „Wir wollen heiraten!“

Vor der Eheschließung kommt immer die Verlobung

Wenn aber ein Fremder den Eltern als zukünftige Schwiegertochter oder Schwiegersohn vorgestellt wird, brauchen alle Beteiligten etwas Zeit, um den Krug zu lernen. Dem Bräutigam wird geraten, die zukünftige Schwiegermutter mit einem hübschen Blumenstrauß zu erfreuen. In der Vergangenheit war es üblich, dass der Heiratsantrag nur von den Männern gemacht wurde. Den Frauen blieb nichts anderes übrig, als zu warten und zu hoffen.

Heute können auch die Frauen die Initiative ergreifen. Sie können auch um die Hand ihres Geliebten anhalten. Nach vielen Jahren, zum Beispiel auf ihrer silbernen oder goldenen Hochzeit, kann sich das Paar immer noch daran erinnern, wer wie und wo gefragt hat. Natürlich sollte der Tag, an dem der Heiratsantrag gemacht wurde, unvergesslich sein.

Heiratsantrag vorbereiten

Es ist wunderbar, wenn du den Heiratsantrag mit einem kleinen Geschenk kombinierst. Es müssen nicht unbedingt wertvolle Dinge sein. Schenke der Braut einen schönen Blumenstrauß, zum Beispiel ein kleines Sträußchen aus Veilchen oder Vergissmeinnicht. Auch mit einer roten Rose oder einer Flasche des besten Champagners gibst du dem wichtigen Moment einen angemessenen Rahmen. Sobald der Antrag gemacht ist – können die Hochzeitsvorbereitungen beginnen!

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